Thermische Anwendung
Hat Ihr Arzt eine Thermische Anwendung verordnet, erstreckt sich die Anwendung über ein breites Spektrum von Kälte bis Hitze. Kälteanwendungen variieren dabei von tiefen Temperaturen bis zu -8 °C, während bei Wärmeanwendungen Temperaturen von bis zu 60 °C genutzt werden.
Die Anwendungsmöglichkeiten thermischer Behandlungen in der Ergotherapie sind vielfältig. Kältetherapie kann dazu beitragen, Entzündungen und Ödeme abzubauen sowie Narbengewebe zu desensibilisieren und die Hautflexibilität zu verbessern.
Wärmende Anwendungen werden zur Förderung der Beweglichkeit, Verbesserung der Durchblutung, zur Schmerzlinderung, zur Aktivierung von Lymphgefäßen und zur Unterstützung der Desensibilisierung betroffener Körperregionen eingesetzt.
In unserer Praxis werden verschiedene Applikationsmittel für thermische Anwendungen genutzt:
verschiedene Eis- und Kühlpads
Körnerkissen (warm und kalt) in unterschiedlichen Formen und Größen
Materialbäder, z.B. Linsen-, Raps- oder Bohnen-Bäder
das Paraffinbad mit 60°C heißem Wachs
die „Heiße Rolle“
Thermische Anwendungen finden in der Ergotherapie bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern aus den Bereichen Orthopädie, Rheumatologie, Chirurgie, Handtherapie und auch Neurologie ihre Anwendung.
Sie werden ausschließlich als ergänzendes Heilmittel zu einer motorisch-funktionellen oder sensomotorisch-perzeptiven Behandlung verordnet.
